Fachbereich Orthopädie & Unfallchirurgie


Informationen für Sie

MVZ Nordoberpfalz

DEFINITION

Was versteht man unter Orthopädie und Unfallchirurgie?

Orthopädie und Unfallchirurgie sind medizinische Fachbereiche, die sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen sowie Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates befassen.

Die Orthopädie konzentriert sich auf chronische Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Arthritis, Arthrose oder Rückenschmerzen, während die Unfallchirurgie sich auf die Behandlung akuter Verletzungen wie Frakturen spezialisiert. Oft überschneiden sich diese Bereiche bei der Versorgung.

Praxis Weiden  Praxis Tirschenreuth  Praxis Kemnath

An unseren drei Standorten gewährleisten wir unseren Patienten hochwertige orthopädische und unfallchirurgische Medizin. Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum an konservativen und operativen Behandlungsformen akuter und chronischer Erkrankungen sowie Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates an.

Zu den Praxen

WAS WIRD BEHANDELT

Behandlungsspektrum

Osteoporose

Damit wird ein Krankheitsbild ( auch Knochenschwund genannt) bezeichnet, bei dem die Knochenmasse und Knochendichte abnimmt. Als Folge davon kann sich die Stabilität des Skeletts reduzieren und das Risiko für Knochenbrüche erhöht sein. Am häufigsten sind Frauen nach den Wechseljahren betroffen. Es können jedoch auch Mangelernährung, fehlende Bewegung oder genetische Faktoren Ursache sein.

Sport- & Unfallverletzungen

Verletzungen können überall geschehen: Beim Sport, im Haushalt oder auf dem Weg zur Arbeit. Dabei kann es zu Prellungen, Knochenbrüchen, Verstauchungen, Zerrungen und anderen Verletzungen kommen. Häufig sind dabei Muskeln, Bänder und Sehnen betroffen. Um Langzeitschäden zu vermeiden, sollten Sie rechtzeitig einen Arzt aufsuchen.

Stoffwechselstörungen der Knochen

Zu den Stoffwechselstörungen und Durchblutungsstörungen der Knochen zählen unter anderem die Osteochondrosis dissecans und Knochenmarködeme.

Sie können in den Knie- und Hüftgelenken sowie den Fuß- und Sprunggelenken auftreten.

Frakturen der Extremitäten

Frakturen sind Knochenbrüche, die sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern auftreten können. Bei Frakturen der Extremitäten kann sowohl eine konservative als auch eine operative Behandlung Anwendung finden. Dabei liegen unsere Schwerpunkte in der operativen Versorgung, Reposition, Retention und Nachbehandlung von Frakturen, modernsten Implantaten und Schienen kindlicher Frakturen, sowie der operativen Versorgung von Wachstumsfugen und Durchführung moderner Wundbehandlungen bei Verbrennungen.

Verletzungen von Muskeln & Sehnen

Auch bei Muskeln und Sehnen kann es zu Verletzungen kommen, seien es Verrenkungen, Zerrungen oder gar Risse. Für all diese Leiden bieten wir die passenden Behandlungen. Die Leistungen des MVZ Nordoberpfalz beinhalten Behandlungen von Verletzungen der Achillessehne, Patellasehne, Bizepssehnen, Muskelzerrungen, Luxationen, Schnittverletzungen, sowie Kapsel-, Bänder- und Muskelrissen.

THERAPIE


Behandlungsmöglichkeiten

Operative Therapien

✔ Arthroskopie
✔ Endoprothethik
✔ Handchirurgie
✔ Fußchirurgie
✔ Knochen- und Gelenkchirurgie
✔ Wirbelsäulenchirurgie
✔ Septische Chirurgie
✔ Allgemeine & plastische Chirurgie

Konservative Therapien

✔ Chirotherapie
✔ Manuelle Therapie
✔ Schmerztherapie
✔ Hyaluronsäure-Injektionen
✔ Stoßwelltherapie

Info: Einige dieser Therapieformen sind IGEL-Leistungen und werden nur als Selbstzahlerleistung an unseren Standorten angeboten.

SCHWERPUNKTE


Unsere chirurgischen Leistungen

D-Arzt (Arbeits-, Schulunfälle)

Als Durchgangsarzt gewähren wir Ihnen eine qualifizierte und sorgfältige Behandlung von Arbeits-, Schul- und Sportunfällen. 

Konservative Behandlung

Beschwerdenlinderung ohne chirurgische Eingriffe, von Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden, Tennisarm, Fersensporn.

Operative Eingriffe

  • Ambulante Behandlung von Leisten- und Nabelbrüchen
  • Nervenkompression (Karpaltunnelsyndrom)
  • Schnellender Finger (Tendovaginitis)
  • Tennisellenbogen (Epicondylitis)
  • Entfernung von Hautgeschwüren
  • Zehennagelkorrekturen

Ambulante Operationen

Kleine operative Eingriffe führen wir in den Räumen des MVZ durch. Hierzu steht uns in den Mitte 2018 eröffneten Räumlichkeiten ein hochmoderner Eingriffsraum zur Verfügung.

Größere ambulante Operationen finden mit Unterstützung durch erfahrene Anästhesisten in den modernen OP-Sälen des Krankenhauses Tirschenreuth statt.

FAQ

Häufige Fragen - Unsere Antworten

Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie sind auf den Stütz- und Bewegungsapparat spezialisiert. Dabei beschäftigt sich die Orthopädie generell mit Erkrankungen an Kochen, Gelenken, Muskeln, Bändern oder Sehnen. Dies umfasst zum Beispiel auch die Vorbeugung von Erkrankungen am Bewegungsapparat oder die Behandlung chronischer Schmerzen, während die Unfallchirurgie sich um akute Unfallfolge-Verletzungen kümmert. Bis 2005 waren diese Facharztweiterbildungen getrennt – mittlerweile absolviert man in Deutschland eine gebündelte Ausbildung zum „Facharzt für  Orthopädie und Unfallchirurgie“.  

Die Chirotherapie dient der schonenden Lockerung von schmerzhaften Funktionseinschränkungen des gesamten Bewegungs- und Stützapparates durch Manipulation mit den Händen. Am MVZ Nordoberpfalz bieten unsere Fachärzte für Orthopäde und Unfallchirurgie Ihnen chirotherapeutische Behandlungen an den Standorten Weiden, Tirschenreuth und Waldsassen.

Die Manuelle Medizin ist eine bereits seit dem 19. Jahrhundert erfolgreich praktizierte Methode. Bei Schmerzen in Rücken, Gelenken oder Muskeln nutzen Ärzte keine Spritze oder operativen Eingriffe, sondern ihre geschulten Hände. Die Manuelle Therapie beruht – ähnlich wie die Chiropraktik – auf der Erkenntnis, dass Verschiebungen der Wirbel aus ihrer physiologischen (normalen) Lage heraus zu Irritationen des Nervensystems führen. Hiermit können Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates, blockierte oder instabile Gelenke behandelt werden und die Zusammenarbeit zwischen Muskeln, Nerven und Gelenken verbessert werden.

Informationsbroschüre

Die Stoßwellentherapie verspricht in vielen Fällen eine schonende Behandlung von Entzündungen, Verkalkungen oder Verletzungen. Sie hat zudem praktisch keine Nebenwirkungen und wird zur Behandlung von Tennisellenbogen, Kalkschulter, Patellaspitzensyndrom, Fersensporn, Mediales-Tibia-Stresssyndrom, Trochanter-Major-Schmerzsyndrom, oberflächennahen Pseudoarthrosen und Triggerschwerpunktbehandlung eingesetzt. 

Die Stoßwellentherapie wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen und wird daher als IGeL-Leistung (Selbstzahlerleistung) an unseren Standorten in Weiden und Tirschenreuth angeboten.

Informationsbroschüre

Schmerzen können verschiedene Ursachen haben, darunter Verschleißerscheinungen des Körpers und falsche Bewegungsabläufe. Ziel der funktionellen Schmerztherapie ist es, die richtige Körperhaltung und natürliche Bewegungsabläufe wiederherzustellen. Unser Bewegungsapparat ist täglich großen Belastungen ausgesetzt, insbesondere durch einseitige, sitzende Tätigkeiten und mangelnde Bewegung. Die funktionelle Therapie zielt darauf ab, Fehler in der Körperstatik zu korrigieren und die gestörte Dynamik des Körpers ins Gleichgewicht zu bringen, wobei die Ursachen oft vielfältig sind. Kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben und biomechanische Störungen im ganzen Körper auslösen, was letztendlich zu Schmerzen führen kann.

Die Gelenkflüssigkeit kann nach einer Hyaluronsäure-Injektion wieder besser ihre schmierende und schützende Wirkung erfüllen. Der Gelenkknorpel wird durch schützende Wirkung der Hyaluronsäure entlastet. Schmerzen werden reduziert, die Beweglichkeit verbessert. Die Injektion von Hyaluronsäure wird in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen und wird daher als IGeL-Leistung (Selbstzahlerleistung) an allen unseren Standorten angeboten.

Neben der körperlichen Untersuchung und klinischen Tests spielen in der Orthopädie vor allem bildgebende Verfahren eine zentrale Rolle. Folgend werden die einzelnen Komponenten kurz vorgestellt:

Körperliche Untersuchung
Die unmittelbare Untersuchung eines Patienten durch die Sinne des Arztes (z.B. Sehen, Hören, Tasten), ggf. unter Verwendung einfacher Hilfsmittel (z.B. durch Stethoskop). 

Klinische Tests 
Ein medizinisches Untersuchungsverfahren, das häufig nur mit der ärztlichen Grundausstattung (Reflexhammer, Stethoskop, etc.) direkt am Patienten durchführbar ist.

Bildgebende Verfahren 
Hierbei handelt es sich meist um nichtinvasive diagnostische Verfahren, deren gemeinsame Eigenschaft die visuelle Darstellung von Körperstrukturen ist. Unter nichtinvasiv wird verstanden, dass durch das Verfahren kein Gewebe verletzt wird und das Instrument nicht in den Körper eingeführt werden muss (z.B. CT, MRT, Sonografie, digitales Röntgen, etc.) 
Beispiel Orthopädie: Knochendichtmessung (DXA) = Dual-Röntgen-Absorptiometrie ist nach aktuellem Stand die genaueste Methode zur Knochendichtemessung.

Bei Störungen des Knochenstoffwechsels und Tumoren kommen auch die Szintigrafie und die SPECT zum Einsatz. Bei Gelenkerkrankungen werden zusätzlich arthroskopischee Untersuchungen eingesetzt, z.B. die Kniegelenksarthroskopie oder die Schultergelenksarthroskopie.

Not- und Unfälle werden zu jeder Zeit bevorzugt behandelt!

Bei weniger dringenden Fällen entscheidet unser Fachpersonal über geplante Behandlungstermine. Fragen Sie gerne bei uns in der Praxis nach.

Die Vorbereitung auf eine Operation umfasst mehrere Schritte, die immer in engr Absprache mit Ihren Behandlern definiert werden. Vorbereitende Schritte können sein:

Voruntersuchungen: Dazu gehören Bluttests, EKG und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, um den allgemeinen Gesundheitszustand zu überprüfen.
Medikamentenanpassung: Ihr Arzt wird Sie anweisen, welche Medikamente Sie vor der Operation einnehmen oder absetzen sollten, insbesondere blutverdünnende Mittel.
Nüchternheit: In der Regel müssen Patienten einige Stunden vor der Operation nüchtern bleiben, um das Risiko von Komplikationen während der Anästhesie zu minimieren.
Aufklärungsgespräch: Ihr Chirurg wird Sie umfassend über den Ablauf der Operation, mögliche Risiken und den zu erwartenden Heilungsverlauf informieren und alle Ihre Fragen beantworten.
Organisatorische Vorbereitung: Planen Sie, wie Sie nach der Operation nach Hause kommen und wer Ihnen in den ersten Tagen der Genesung helfen kann.

Unter einem Durchgangsarzt versteht man einen Arzt, der eine Zulassung zur berufsgenossenschaftlichen Heilbehandlung besitzt. Durchgangsärzte werden in Deutschland von den Berufsgenossenschaften bestellt. In der Regel handelt es sich um Chirurgen, Unfallchirurgen oder Orthopäden.

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